Welpen Training

Von der Prägephase zur Sozialisierung, was bedeutet das für den Halter und den Hund?


Ab ca. der vierten Woche bis ungefähr der siebten/achten Woche findet die Prägephase statt. In dieser Zeit sollte ein Welpe schon einige Dinge kennen lernen können.  Über Geräusche, Menschen und vieles mehr, lernt er sein Umfeld kennen.

Zwischen der achten und der zehnten Woche, kommt der Welpen in sein neues Zuhause und nun beginnt die Sozialisierung Phase.


Ca. zwei Wochen später startet der Welpe oft schon in der Welpen Gruppe. Zu diesem Zeitpunkt ist der Welpe ca. 12 Wochen alt und meist schon vollständig durchgeimpft.

Zu diesem Zeitpunkt ist der Welpe schon recht neugierig und aktiv, er lernt jetzt wahnsinnig schnell  und viel.

Jetzt sollten die Kleinen viel Neues kennen lernen und gezielte Kontakte zu Artgenossen haben.

Während des Spieles mit den Artgenossen, wird darauf geachtet, das die Spiele ausgeglichen laufen und kein Stress entsteht.


Während und nach dem Freispiel werden einzelne Spielsequenzen besprochen, damit wirklich erkannt werden kann, wann der/die Welpen zusammen spielen und ab wann eventuell ein vermeintliches Spiel abgebrochen werden sollte.

Auch das Spiel mit seinem Menschen ist wichtig und wird erlernt. Nichts ist schöner für den Hund als ein körpernahes Spiel mit seinem Menschen. Die Leckerchen Belohnung kann über das Spiel Mensch/Hund adäquat ersetzt werden. Gleichfalls lernt unser Hund auch, dass sein Mensch das Zentrum seines Lebens ist.


In der Welpen Gruppe starten die Kleinen mit den ersten Übungen des Rückrufes, Sitz, lockere Leine laufen,  Ansprechbarkeit , Ruhe und der Grundstellung Fuß. In liebevoller und geduldiger Kleinarbeit werden die Übungen aufgebaut.

 

Kurse

Junghunde

 

Wer den Welpen Kurs durchlaufen hat, kann im Anschluss in der Junghunde Gruppe weiter trainieren.

Unser Welpe befindet sich nun in der juvenilen Phase. Der Zahnwechsel ist so gut wie gelaufen und die ersten Hormone machen unserem Welpen das Leben etwas schwer.

Alles was im Welpen Kurs erarbeitet wurde, wird in diesem Kurs gefestigt. Natürlich kommt auch einiges Neues dazu.

Wer es sich schon zutraut, hat auch die Möglichkeit im Alltagstraining zu arbeiten. Hierfür wird außerhalb des Hundeplatzes mit erhöhten Aussenreizen trainiert.

Die Ruhe und die Ansprechbarkeit, bei erhöhten Reizaufkommen, werden weiterhin wichtige Punkte im Training sein.

Da sich nicht alle Hunde gleich schnell entwickeln, haben wir zwei Gruppen Alltagstraining am Start. So kann jeder ganz individuell und entsprechend seinem Bedürfnissen trainieren.

 

Alltagstraining

Unser Hund hat idealerweise den Welpen Kurs besucht oder eine Junghunde Gruppe und hat somit schon ein gewisses Maß an Grundgehorsam.

In diesem Kurs lernen Hund und Halter außerhalb des Hundeplatzes mit Reizen umzugehen und das Erlernte anzuwenden.

Ansprechbarkeit und Ruhe stehen an erster Stelle.

In kleinen Schritten wird das gewünschte Verhalten aufgefangen und belohnt.

Hier sollte der Halter wieder wissen, was für seinen Hund die Beste Belohnung ist. Ein Spiel körpernahe, ein Leckerchen oder ähnliches.

Unser Hund soll die Fähigkeit erlernen, auf wiederholt auftretende Reize adaptiv zu reagieren.

Dummy Training

Eine beliebte Sportart für Hund und Halter, der sich großer Beliebtheit erfreut.

In dieser Sportart werden Hund und Halter sehr gefordert.

 

Diese Sportart besteht aus verschiedenen Grundpfeilern:

  • Grundgehorsam
  • Suchen
  • Markieren
  • Einweisen und
  • Pfeife

 

Aufgaben wie „Sitz“ und  „Bleib“ sollte der Hund schon recht gut beherrschen. Schnell lernt er auch , nicht gleich los zu rennen, wenn der Dummy ausgelegt oder geworfen wird.

Unter Ablenkung mit anderen Hunden, lernt er sich zu konzentrieren und auszuhalten.

Jetzt geht es schon mit den ersten Aufgaben los.

In der  Freiverlorensuche (Suche) wird der Dummy (später auch mehrere) versteckt. Der Halter kennt die ungefähre Richtung und schickt seinen Hund mit dem entsprechenden Signal los.

Der Hund sollte nun den Dummy suchen und selbständig zurück bringen.

Auch die Abgabe des Dummys wird erarbeitet.

Damit sich der Hund die Flugbahn merken kann, kann in der Suche auch markiert werden.

Bei dieser Aufgabe können mehrere Dummys ausgelegt werden, die der Hund sich über einen längeren Zeitraum merken muss.

Die letzte Disziplin ist das Einweisen.

Bei dieser Arbeit weiß nur der Halter wo das Fallstück liegt. Der Hund wird über Stimme, Hand Signal und  Pfeife gelenkt.

Über die Pfeife können die Signale Stoppen, Suchen, Rückruf und das Signal Sitz eingearbeitet werden.

 

Zielobjekt-Suche auch ZOS genannt

Die Zielobjekt-Suche ist die optimale Methode um den Hund auszulasten.

Wie bei viele anderen Trainingseinheiten, ist auch hier der Clicker von Vorteil.

Im ersten Teil wird unser Hund auf einen Gegenstand konditioniert. Das heißt, unser Hund lernt den Gegenstand mit der Nase anzustupsen. Noch befindet sich das Objekt in unserer Hand und jedes Mal wenn unser Hund das Objekt anstupst, bekommt er eine Belohnung. Diese Belohnung kann unterschiedlich ausfallen, von einem Körpernahen Spiel, Leckerchen Belohnung oder einem Zergel ist alles erlaubt was dem Hund gefällt und Spaß macht.

Viele Trainingseinheiten später ist unser Hund soweit, das er auf Distanz zuverlässig zum Objekt läuft, sich vor dem Objekt ablegt und wiederholte anzeigen macht.

Nun wird es etwas schwieriger, unser Hund muss mit größerer Distanz   selbstständig auf offenen freien Gelände, mit und ohne   Ablehnung das Objekt finden und anzeigen.

Wenn diese einzelnen Trainingseinheiten von Hund und Halter beherrscht werden, kann ein zweiter Gegenstand konditioniert werden.

 

Um das Training interessant, anspruchsvoll und spannend zu halten, kann die Päckchenwand oder die Suchwand als auch ein Trümmerfeld, eingebaut werden.

Weitere Kurse

  • Giftködertraining
  • Mantrailing
  • Hundesport